Folge 5: Hinter Gittern in Stammheim
Shownotes
Vor 50 Jahren, am 21. Mai 1975, beginnt in Stuttgart Stammheim der Prozess gegen Gudrun Ensslin – Mitbegründerin der Roten Armee Fraktion (RAF) und Symbolfigur des linksterroristischen Widerstands. Mit diesem Podcast widmet sich die Stuttgarter Zeitung dem Leben Gudrun Ensslins und macht sich auf die Spurensuche. Wie wurde die Pfarrerstochter zur Terroristin?
#Deutschland #Zeitgeschichte #RAF #Stammheim
Mehr zum Thema erfahrt ihr hier:
https://www.stuttgarter-zeitung.de/raf-podcast
Ihr habt suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 und unter https://ts-im-internet.de/ erreichbar. Eine Liste mit findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention: https://www.suizidprophylaxe.de/
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Impressum:
Transkript anzeigen
00:00:00: In dieser Podcast-Folge behandeln wir die Themen Mord und Suizid.
00:00:03: Hört euch diese Produktion nur an, wenn ihr euch auch wirklich dazu in der Lage fühlt!
00:00:34: Drei lange Jahre sind vergangen, seit Gudrun Enslin, Andreas Bader und Ulrike Meinhoff im Juni twohneunzehntundseinhalbzig gefasst und ins Gefängnis gebracht wurden.
00:00:43: Sechs Sprengstoffanschläge hat die RRF damals begangen und dabei vier Menschen getötet und viele weitere verletzt.
00:00:50: Endlich am einundzwanzigsten Mai neunzehnhundertfünfundsebzig beginnt der Prozess.
00:00:54: Er findet in einem eigens dafür erbauten Hochsicherheitssaal in Stuttgart-Stammheimstadt.
00:00:59: Das der Prozesse in Stutgart stattfindet, hat im wesentlichen drei Gründe.
00:01:03: Erstens gilt das Gefängnis damals als eines der modernsten in ganz Deutschland.
00:01:07: Zweitens haben in Baden-Württemberg die blutigsten Anschläge der RRF stattgefunden und drittens kommt man von Stammheim in einer Stunde nach Karlsruhe.
00:01:16: Dort wohnen die Bundesanwälte, schließlich ist die Bundes-Anwaltschaft immer zuständig wenn gegen terroristische Vereinigung verhandelt wird Und mit dem Gerichtsgebäude in Stuttgart können die Anwälten jeden Abend in ihrem eigenen Bett schlafen.
00:01:28: Auch nicht schlecht.
00:01:29: Ihr merkt schon in dieser Folge beschäftigen wir uns viel mit dem Ort Stammhaim Mit dem Gefängnis und mit dem Prozess.
00:01:35: Und mein Name ist Felix Frey, hallo!
00:01:37: Und ihren Freigang, den haben die RRF-Terroristen nicht im Gefängnishof wie die anderen sondern in einer eigenen Fläche auf dem Anstaltestach.
00:02:08: Wir wissen nicht viel darüber was Gudrun Enzlin noch im Gefägnis angetrieben hat – was sie denkt oder wie sich fühlt.
00:02:14: Ihre eigene Familie soll sie deutlich gemacht haben dass es sich keinen Besuch mehr von ihnen wünscht.
00:02:20: Ein Zurück gibt es für die Beteiligten nicht mehr.
00:02:22: Ingeborg Gleichauf hat den Eindruck, dass die Person Encelin im Gefängnis gewissermaßen verschwindet und in einem Vier aufgeht.
00:02:30: Natürlich agieren sie schon seit Jahren gemeinsam aber jetzt müssen Sie eben erstmals ihr Weltbild vor der Außenwelt verteidigen.
00:02:37: Gleichauf spricht von einem geschlossenen System.
00:02:40: Darum sind die dann auch nicht mehr erreicht worden?
00:02:42: Ist sie nicht mehr erreichen worden?
00:02:44: Weil sie ihre abgeschlossene Welt hatten, in der sie lebten und sprachen!
00:02:53: Und das ist für mich vielleicht doch ein bisschen der Antwort, dass man einen Zugang zu Gewalt, zu organisierter Gewalt finden kann indem man einfach schaut wie Menschen in geschlossenen Systemen sich radikalisieren oder radikalisiert werden.
00:03:20: Was genau in den Köpfen der Insassen vorgegangen ist, werden wir vielleicht nie ganz klären können.
00:03:25: Was wir aber machen können, ist den Ort zu beschreiben an dem sie untergebracht waren.
00:03:30: Jeder in der Region Stuttgart denkt beim Begriff Stammheim sofort an das Gefängnis.
00:03:34: Dabei ist Stammheim vor allem ein unscheinbares Wohlviertel.
00:03:38: Der Komplex Stammhain, also das Gefägnis, wirkt dazwischen fast schon brutalistisch.
00:03:42: Ich war im Januar am sehr nebligenden Tag dort Und da wirkten diese meterhohen Betonwände und der Maschentrat auf mich total betrohlich.
00:03:51: Ich glaube, das sollten sie auch!
00:03:53: Das Gelände ist extrem groß – wenn man drum rumläuft dann ist es ein kleiner Spaziergang aber nicht so ein gemütlicher Sonntagsspaziergang.
00:04:01: Man fühlt sich überwacht denn überall hängen hier Kameras und Polizisten und Sicherheitsmitarbeiter sind unterwegs.
00:04:08: Und Stammheim?
00:04:08: Das ist ja nicht nur ein Gefängnis Eigens.
00:04:10: für den RRF-Prozess wird in der Mitte von Erinnerung im Jahr und seit dem Jahr einen neuen Gerichtsgebäude gebaut.
00:04:16: Es ist ein acht Meter hoher Betonklotz, der von außen aussieht wie eine alte Industriehalle.
00:04:21: Die Bundesregierung nennt das Gebäude zwar Merzweckhalle weil die JVA die Räume nach dem Bad am Einhofprozess weiter nutzen soll.
00:04:28: Tatsächlich finden hier bis zum Beginn der Abrissarbeiten aber ausschließlich Gerichtsprozesse statt.
00:04:35: Von Merzweghalle kann also keine Rede sein!
00:04:37: Die Halle ist ästhetisch deutlich ein Kind seiner Zeit, der jungen BRD.
00:04:43: Andere würden sagen es ziemlich hässlich und mit zwölf Millionen D-Mark Baukosten auch ziemlich teuer.
00:04:48: Aber sie hat einen entscheidenden Vorteil.
00:04:50: Um aus dem Gefängnis in den Gerichtssaal zu kommen müssen die Häftlinge nicht über öffentliche Straßen gefahren werden.
00:04:55: Das macht es quasi unmöglich die Stammheimer auf dem Weg zum Gerichtsaal zu befreien.
00:04:59: Selbst mit einem Hubschrauber würden die Befreier nicht weitkommen.
00:05:02: Über die Halle und den Hof werden Stahlnetze gespannt.
00:05:06: In der öffentlichen Wahrnehmung wirken das Gefängnis und der Gerichtssaal dadurch wie eine riesige Festung aus Stacheldraht um Beton.
00:05:12: Es ist als Wolle der Staat den Terroristen sagen, Wir haben gewonnen!
00:05:16: Wir haben die Kontrolle über euch.
00:05:18: ab jetzt seid ihr normale Gefangene.
00:05:20: So ganz klappt es aber nie Denn wer heute an Stamheim denkt Der denkt unweigerlich auch immer an die RAF.
00:05:28: Das Gerichtsgebäude von Stammheim ist Geschichte.
00:05:30: Ein bisschen nachfühlen, wie es da drin wohl ausgesehen hat und wie es dazugehen kann man heute aber trotzdem noch.
00:05:36: Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg hat dazu eine kleine Sonderausstellung bis zum vierzehnten September, zw.
00:05:41: undzwanzig – ich durfte mir die vorher schon mal anschauen!
00:05:44: Man hat sich nämlich Teile aus Stammheim gesichert und einer Art Minigericht nachgebaut aus diesen Originalteilen.
00:05:50: Und dann steht da die graue Richterbank und die orangenen Plastikschalensitze für die Journalisten und die Besucher.
00:05:56: Auf die darf man sich übrigens auch als Besucher im Haus der Geschichte setzen.
00:05:59: Und wer genau hinschaut, der findet sogar noch einen Kaugummi, der unter den Sitzen klebt.
00:06:07: Das Gerichtsgebäude in Stammheim ist aber nicht das einzig Neue was für dem Prozess entsteht.
00:06:11: Der Bundestag beschließt sogar neue Gesetze!
00:06:14: Ab Januar, da jeder Angeklagte nur noch drei Verteidiger haben.
00:06:18: Bis dahin gibt es das Gerücht dass die RRF-Mitglieder bis zu fünfzig Verteiliger mitbringen wollen.
00:06:24: Damit wäre ein geregelter Prozess im Grunde völlig unmöglich.
00:06:27: Am wichtigsten ist aber ein anderer Paragraf Es ist ab sofort erlaubt, gegen Angeklagte zu verhandeln ohne dass sie im Saal sind.
00:06:34: Vorausgesetzt, Sie machen sich absichtlich verhandlungsunfähig Denn die RAF hat zu diesem Zeitpunkt eine neue Waffe im Kampf gegen den Staat entdeckt Den eigenen Körper.
00:06:44: Immer wieder treten die Heftlinge in den Hungerstreich.
00:06:47: Der ehemalige Staatsanwalt Klaus Pflieger erklärt was das für dem Prozess bedeutet.
00:06:53: Man hatte die Sorge im Vorfeld des Bademeinoff-Prozesses Häftlinge, die Angeklagten es in der Hand haben sich durch Hungerstrecks in den Zustand der Verhandlungsunfähigkeit zu versetzen.
00:07:05: Mit der Konsequenz, dass sie nicht mehr am Prozess geistig teilnehmen können und damit die Folge das der Prozess jedes Mal wieder hätte von neuem anfangen müssen.
00:07:16: Juristisch eindeutig, da muss permanent von A bis Z dabei sein.
00:07:21: und dementsprechend hätten die es in their Hand gehabt diesen Prozess zu steuern, zu manipulieren.
00:07:27: Die Haftbedingungen für die RF-Häftlinge in ganz Deutschland sind zu dieser Zeit ein großes Thema.
00:07:32: Von Isolationsfolter oder sogar Vernichtungshaft ist immer wieder die Rede.
00:07:37: Der Staat steht vor einem riesigen Problem.
00:07:39: Klaus Pflieger spielt damals mit einigen beteiligten Richtern und Staatsanwälten jeden Mittwochabend Fußball, und die erzählen ihm, welches Problem vor dem Prozess auf den Staat wartet.
00:07:55: Diese Toten hatten erfahrungsgemäß, Herr Holger Mainz war das eine Beispiel ja den Status eines Märtyrers.
00:08:05: Auch mit dem Ergebnis dass es der Gruppe Zulauf verschafft hat.
00:08:10: so sinngemäß der Staat hat diese Leute in den Tod gebracht indem er Haftbedingungen hat wo die gehungert haben und eben damit den Todmittelbau verursacht
00:08:22: haben.
00:08:23: Holger Mainz ist seit nineteenhundertsiebzig mit GTRF und ist ebenfalls an den Anschlägen der Mai-Offensive beteiligt.
00:08:30: Er soll gemeinsam mit Bader, Enslin und den anderen in Stamheim vor Gericht stehen.
00:08:34: Doch noch bevor er nach Stamhaim kommt, stirbt er im November nineteenhundertvierundsebzig an den Folgen eines Hungerstreiks.
00:08:41: Er soll nur noch neunundreißig Kilo gewogen haben!
00:08:44: Ein völlig ausgemerkeltes Gesicht Augenhöllen komplett eingefallen die Hände komplett knochig.
00:08:50: Vom toten Holger Meins gibt es drastische Bilder.
00:08:53: Immer wieder übermitteln die RAF-Anwälte das Gewicht der Hungerenden an die Öffentlichkeit.
00:08:58: Das erzeugt viel Druck auf den Staat.
00:09:00: Gerade in der linken Szene gibt es viel Unterstützung für die Häftlinge, manche von ihnen schließen sich später sogar selbst der RAF an.
00:09:07: Wobei sich Andreas Bader wohl nur bedingt an diesen Hungerstrecks beteiligt haben soll!
00:09:11: Der soll sich von seinem Anwalt nämlich auch immer mal wieder ein Brathähnchen bringen lassen haben – das schreibt zumindest der Spiegel damals.
00:09:18: Ja grundsätzlich erreichen die Stammheimer für sich selbst auch komfortable Haftbedingungen.
00:09:23: Klaus Flieger steht damals am Anfang seiner Karriere und ist Haftrichter im Stammheimer Gefängnis.
00:09:27: Er hat zwar keinen direkten Kontakt zu den RAF-Leuten, aber arbeitet immerhin im gleichen Gebäude.
00:09:32: Ich habe also mitbekommen dass da oben im siebten Stock in einem gesamten Komplex, da waren vielleicht fünfzehn Zellen ausschließlich für die RAF.
00:09:41: Leute da waren und da war ein Männlein- und Weitbleingebeins um eingesperrt.
00:09:46: Absolutes Unding für die Vollzugler.
00:09:50: nicht allein wegen der drohenden Schwangerschaft, sondern man trennt Frauen und Männer Jugendliche.
00:09:58: Also man hat Spezialgesetzgefängnisse für die einzelnen Geschlechter.
00:10:04: also das war das erste.
00:10:05: was mich verwundert hat ist zweite dass man mit angeklagte nicht wie wir sonst machen in verschiedenen Gefängnissen unterbringt damit sie keine Prozessstrategie absprechen können.
00:10:18: Es riecht im siebten Stock von Stammheim sogar immer mal wieder nach Pizza.
00:10:22: Zumindest hat sich Jan-Karl Raspe aus einer viergegen Kekstose und kleinen Heizspiralen einen Pizzarofen gebastelt, die Beamten riechen das natürlich auch aber sie finden den Pizzarofen nicht.
00:10:33: Den versteckt Raspe zwischen zwei Buchumschlägen?
00:10:35: Das Buch stellt er in sein Regal.
00:10:37: dort stehen immerhin ganze fünfhundert Bücher.
00:10:39: und auch dass es übrigens ein besonderes Privileg der Stammheimer gefangenen entdeckt wird all das erst viel später.
00:10:45: Dann wird die Zelle nämlich noch mal richtig gründlich durchsucht.
00:10:48: Die Ermittler finden dabei viele Löcher in der Wand und hinter Regalen.
00:10:51: Darin haben die Heftlinge sogar Sprengstoff versteckt, die Werkzeuge dafür konnten sie sich ohne Probleme klauen.
00:10:58: Zwischendurch war mitten im Siebtenstock eine Baustelle Und die vier Stammheimer dürfen mehrere Stunden am Tag aus ihrer Zelle raus.
00:11:15: dass die über Stunden hinweg mit offenen Zellentüren in den Gängen zusammenhocken konnten.
00:11:22: Und also sozusagen, das gerade Grasengegenteil von dem was wir sonst tun, mit Angeklagte auseinanderzuhalten hatten sie die Möglichkeit alles auszuhecken, was sozusagen ein Prozessstrategie möglich war oder vielleicht auch eine Planung von
00:11:38: Anschlägen.".
00:11:40: Die RAF-Heftlinge ziehen in Staat gewissermaßen am Nasenring durch die Manege Aber das hat einen Preis.
00:11:46: Die Hungerstreichs zähren ziemlich an Körper und Psyche.
00:11:49: Gudrun Enzlin wiegt Ende September, hier nur noch zweiundvierzig Kilogramm.
00:11:54: Das ist wenig – vor allem im Hinblick auf ihre Körpergröße von immerhin einem Meter siebzig.
00:11:59: Eine Ausnahmesituation, wie Ingeborg gleichauf sagt.
00:12:04: Im Grunde mit Beginn des Prozesses in Stammheim war es schon so weit.
00:12:11: Und ich denke, das wird viel zu wenig berücksichtigt.
00:12:14: Die waren ja körperlich derart geschwächt auch durch die Hungerstreiks und es wurden sogar psychiatrische Gutachten eingeholt und diese psychiatrischen Gutachten hat ihnen bescheinigt dass sie letztlich nicht mehr wirklich in der Lage sind klarzudenken.
00:12:32: Das ist aber nicht berücksichtigt worden und diese Mischung aus körperlicher Schwäche dem Permanenten sich selbst ausgesetzt sein, hat diesen Prozess beschleunigt.
00:12:48: Also den Prozess der einer letztlichen
00:12:52: Selbstaufgabe.".
00:12:54: Doch der Hungerstreik ist nicht die einzige Strategie der RAF, den Staat zu erpressen.
00:12:58: In den letzten Jahren verfolgt die Terrorgruppe den Plan mit einer Entführung Anselin und anderen frei zu pressen.
00:13:08: Das klingt ein bisschen nach Actionfilm!
00:13:10: Aber aus Sicht der RAF ist das gar nicht so abwegig, denn tatsächlich gibt es einen Fall wo sowas schon einmal funktioniert hat.
00:13:19: Am siebenundzwanzigsten Februar nineteenhundertfünfundsiebzig entführt die Linke Terrorgruppe Bewegung Zweiter Juni den Berliner CDU-Politiker Peter Lorenz.
00:13:27: Fünf Tage später wird er wieder freigelassen.
00:13:30: Im Gegenzug entlässt die Bundesregierung sechs linke Terroristen aus dem Gefängnis darunter vier RAF Mitglieder.
00:13:36: Es ist ein Verhängnis voller Fehler Und das nicht nur, weil einige davon direkt wieder zur RRF zurückkehren.
00:13:42: Viel schlimmer ist das Signal!
00:13:44: Es ist in Deutschland anscheinend möglich Gefangene mit einer Geiselnahme frei zu pressen.
00:13:49: Warum sollte das nichts auch bei den Stammheimern klappen?
00:13:53: Nicht einmal zwei Monate nach der Lorenz-Entführung startet die RRf einen eigenen Versuch.
00:13:58: Sechs Terroristen stürmen im April, die deutsche Botschaft in Stockholm.
00:14:04: Sie nehmen zwölf Geißeln und fordern die Freilassung von sechsundzwanzig RRF-Mitgliedern, darunter auch Andreas Bader, Jan Karl Raspe und Gudrun Enzlin.
00:14:13: Die sechs Terroristen legen fünfzehn Kilogramm Sprengstoff und erschießen im Laufe des Tages zwei Geißeln – ihre Namen Andreas van Mierbach und Heinz Helegardt.
00:14:23: Der Plan der RAF geht allerdings nicht
00:14:25: auf!
00:14:26: Um kurz vor Mitternacht explodiert der Sprechstoffe sehentlich und töte zwei Terroristen.
00:14:31: Die Geiselname gilt damit als gescheitert.
00:14:38: Hungerstreik, Geiselerpressung und Terror ändern aber tatsächlich nichts daran dass in Stuttgart-Stammheim im Mai der Prozess beginnt.
00:14:47: Vom Hungerstreich ausgemerkelt und gezeichnet sitzt Gudrun Enslin mit den anderen Dreien auf der Anklagebank Das es hier nicht um einen x beliebigen Gerichtsprozess geht wird schnell klar.
00:14:59: Selbst Journalisten, die einfach nur berichten wollen sehen sich mit enormen Kontrollen am Eingang des Gebäudes konfrontiert.
00:15:05: Auch Werner Birkenmeier von der Stuttgarter Zeitung ist damals dabei.
00:15:09: Man wurde ja auch als Journalist sozusagen bis aufs Hemd untersucht und sogar die Google Schreiber haben sie aufgeschraubt ob da vielleicht irgendwas drin sein könnte oder so.
00:15:22: also es war eine übertriebene Panik.
00:15:26: Man hat denen alles zugetraut.
00:15:30: Ganz
00:15:30: schlimme Menschen, die irgendwelche Tricks auf Lager haben, auf die man sich einstellen musste und das war immer.
00:15:39: also bis der Prozess überhaupt einen Gang kommen konnte, bis die Zuschauer ihre Plätze eingenommen hatte, bis sie alle gründlich untersucht waren und dass sie jeden Tag
00:15:48: ...
00:15:49: Insofern war das eine etwas re
00:15:51: Atmosphäre.".
00:15:55: Irre Atmosphäre und mittendrin auch der vorsitzende Richter Theodor Prinzing.
00:16:00: Er hat viel Erfahrung mit langen Prozessen, auch gegen Nazi-Verbrecher in Stammheim gerät er trotzdem an seine Grenzen.
00:16:08: Der Prinzing hat daran festgehalten!
00:16:10: Er hat zu mir gesagt beim Kaffee, hat er gesagt den werde ich schon das Fürchten beibringen.
00:16:18: Er wird
00:16:19: das
00:16:20: durchsetzen was die Gerichts- und Strafprozessordnung vorschreibt.
00:16:26: Das hat er auch versucht, aber die wurden ihm sofort in die Quere mit irgendwelchen Eingaben und Befangenhaltsanträgen und was die Verteidiger so Waffen haben.
00:16:39: Und der Prozess kam nicht von der Stelle.
00:16:42: Das waren alles Gefechte schon im Vorfeld.
00:16:45: Das hat sehr lange gedauert bis man da ein Stück weitergekommen ist.
00:16:50: Die wollten, dass die Angeklagten sich äußern können.
00:16:53: Dass sie endlich ihre Anliegen in der Öffentlichkeit, in die Justizöffentlichkeit vortragen können und sie wollten natürlich auch im Grunde einen Urteil verhindern.
00:17:16: Schilly steht damals gewissermaßen zwischen den Stühlen, aber im Gegensatz zu manchen seiner Kollegen kommt bei ihm nie der Verdacht auf dass es sich auch mit dem politischen Zielen der RAF identifiziert.
00:17:26: Und Schilly macht Eindruck im Gerichtssaal.
00:17:28: Daran erinnert sich auch Klaus Pflieger
00:17:30: Dass die Verteidiger so meinen Eindruck Die Verhandlungsführung sich unter den Nagel reißen wollten und das teilweise auch getan haben.
00:17:39: Also das Prozessklima war in einem Maß verdorben, wie ich es bis dahin nicht erlebt habe.
00:17:45: Es hat bis zum Beispiel gerade prozessualer Krieg stattgefunden.
00:17:49: Die Verteidiger fast als Kompliment – mein Chef Rebmann hat mir Otto Schiedlich in der Richtung gelobt – haben die Strafprozessordnung in einem Maß ausgenützt, wie wir sie eben bis dahinein nicht gekannt
00:18:02: haben.".
00:18:03: und hat dann eben zur Verunsicherung aufseiten des Gerichts, auch aufseitender Bundesanwaltschaft geführt mit dieser neuen Konstellation umzugehen.
00:18:12: Wie reagiert man drauf?
00:18:14: Und sogar heute noch können wir nachempfinden wie es damals vor Gericht zuging, denn es gibt Tonaufnahmen vom Prozess und diese Aufnahmen zeigen das ganze Chaos dass damals in Stammheim passiert ist.
00:18:23: aber diese Tonaufnahme sind alt und nicht besonders gut.
00:18:26: also entschuldigt bitte die Qualität.
00:18:28: Lassen Sie mich gütigst auch ausreden!
00:18:31: Mit
00:18:31: einem Unterschied.
00:18:32: Ich bitte mich jetzt ausreden zu lassen.
00:18:35: Herr Rechtsanwalt, ich
00:18:36: als Vorsitzender habe das Recht
00:18:38: Ihnen
00:18:39: zu sagen wenn Sie sich darüber
00:18:40: hinaus benehmen... Wie bitte?
00:18:42: ...ich habe das recht ihnen zu sagen, wenn sie sich darüber herausbenehmen was hier im Saal möglich ist.
00:18:46: Sie können dem Senat nicht Dreistigkeit
00:18:48: vorwerfen.
00:18:49: So!
00:18:49: Sie können mich verwahren
00:18:51: und Sie können mir in der Erstandeswidrigs
00:18:53: verhaben.
00:18:54: Ich darf dem Senaat keine Dreistigkeit Vorwärmen.
00:18:56: Nein, das
00:18:57: dürfen Sie nicht.
00:18:58: Hab' ich.
00:19:00: Ihr hört zwischen den Anwälten und dem Gericht klingt ganz schön zur Sache.
00:19:04: Und auch die Angeklagten haben keinerlei Respekt vor Gericht.
00:19:07: Wirklich ernst zu nehmen, scheinen sie die Lage nicht!
00:19:10: Gudrun Ernstlin raucht sogar vor Gerlicht.
00:19:12: Immer wieder rufen Sie dazwischen um von der Verhandlung ausgeschlossen zu werden.
00:19:16: Sie wollen zeigen dass dieser Prozess nicht fair ist das hier Nicht-Ergebnis offen verhandelt wird.
00:19:21: Der faschistische Staat veranstaltet hier ein Schauprozess auf offener Bühne.
00:19:25: So sieht es die RAF.
00:19:32: Das Senat hat beschlossen,
00:19:34: auch der angeklagte
00:19:35: Raspis vom weiteren Ablauf der Verhandlung ausgeschlossen.
00:19:38: Aus den gleichen
00:19:39: Gründen
00:19:40: wie bei den anderen angeklagt.
00:19:41: Ich bitte die Angeklagten
00:19:43: abzuführen!
00:19:44: Du wirst nicht vergessen!
00:19:56: Bitte jetzt die An geklagften abzufühlen... Dafür hast du gesorgt für deine Zeit, die nun kommt.
00:20:09: Das ist eine handfeste Drohung gegen den Vorsitzenden Richter!
00:20:13: So etwas ist kein Einzelfall sondern passiert in diesem Prozess ständig.
00:20:17: Die Atmosphäre ist völlig vergiftet Und die Verteidiger ziehen alle Register.
00:20:21: Sie wollen sogar den US-Präsidenten Richard Nixon als Zeugen vorladen.
00:20:26: Er soll sich für den Vietnamkrieg rechtfertigen.
00:20:28: das Gericht lehnt es ab.
00:20:30: Als nach hundred zwei neunzig Verhandlungstagen ein Urteil fällt sind einige der Protagonisten vom Anfang gar nicht mehr dabei.
00:20:36: Ulrike Meinhoff hat sich im Mai neunzehntonhundertsechsundsiebzig in ihrer Zelle erhängt.
00:20:41: Richter Prinzing wird im Januar nineteenhundert sieben und siebzig wegen des Verdachts der Befangenheit abgelöst, es ist der fünfundachtzigste Befanganheitsantrag der Verteidigung – und diesmal hat sie damit Erfolg!
00:20:51: Und auch die Vertrauensanwälte der RAF-Mitglieder sind zu diesem Zeitpunkt aus dem Prozess ausgestiegen.
00:20:57: Im März, hier wird öffentlich, dass der Staat anfangt fünfundsiebzig und zum Jahreswechsel siebenundsiebsig Besucherzellen abgehört hat in denen die Heftlinge mit ihren Verteidigern sprechen.
00:21:08: Zwar ist heute nicht mehr nachvollziehbar wer genau wann abgehörte wurde aber für die Verteiliger ist schon damals klar Abhöraktionen haben mit Rechtsstaatlichkeit nichts mehr zu tun.
00:21:18: Ihre Abschlussplädoyers halten Sie deshalb im Stuttgarter Park Hotel.
00:21:22: Das hat zwar auf dem Prozess keinen Einfluss, aber interessiert die Medien natürlich erst recht.
00:21:27: Als das Urteil verkündet wird sind selbst die drei verbliebenen Angeklagten nicht im Gerichtssaal – sie sind verhandlungsunfähig!
00:21:34: Denn so chaotisch es im Prozess abläuft und so sehr sich Bader, Enzlin und Coda neben benehmen durch die Hungerstreik sind sie körperlich und psychisch schwer gezeichnet.
00:21:43: Und bitte bekommt jetzt kein falsches Mitleid mit den Terroristen ja?
00:21:46: Denn dieser Hungerstreich, den haben die sich selber ausgesucht….
00:21:49: Und auch sonst waren die Haftbedingungen weit über dem, was der gewöhnliche Gauner erhoffen darf.
00:21:54: Aber zurück in den Gerichtssaal!
00:21:57: Es ist der achtundzwanzigste April nineteenhundert siebenundsiebzig – das Urteil.
00:22:01: Die Angeklagten werden für Banküberfälle, Raub-, Passfälschung-, Sprengstoffanschläge und vier Morde verantwortlich gemacht.
00:22:08: Sie werden wegen sechs Bomben-Anschlägen im Mai neunzehntsehnhundert zwanzibzig verurteilt, darunter Eingriffe auf US-Militäreinrichtungen, Polizeibehörden.
00:22:19: Dabei gab es vier Todesopfer und zahlreiche Verletzte.
00:22:22: Das Gericht verhängt lebenslange Haftstrafen.
00:22:48: Und genau dort im Hochsicherheitstrakt kam es zu einem Informationsaustausch zwischen den neuen und den alten Terroristen.
00:22:58: Es ist schon heftig, dass die's damals nicht geschafft haben diese Art von Kommunikation irgendwie zu unterbinden?
00:23:03: Ja!
00:23:04: Vor allem weil Monhaupt eine zentrale Figur der RRF wird – und gewissermaßen eine neue Eskalationsstufe einläutet.
00:23:12: Die zweite RRf-Generation sorgt neunzehntiebundseipzig für das was wir heute als Deutschen Herbst kennen…
00:23:20: Und Herbst, also da denkt man jetzt so ein bisschen an Tee und Kuscheldecke und so.
00:23:25: Aber der deutsche Herbst hat damit glaube ich überhaupt nichts zu tun.
00:23:28: Nee!
00:23:28: Also mit Tee trinken hat es wirklich gar nix zu tun... Der Herbst diebenundsiebzig war anders.
00:23:34: Heute muss man von einer tiefgreifenden Staatskrise sprechen.
00:23:38: Die RAF setzt auf Ruhegewalt Sprengstoffanschläge Entführungen Morde und stellt die Demokratie, und die junge Bundesrepublik auf eine harte Probe.
00:23:51: Den Auftrag für das Terrorjahr neunzehntonhundertsibbenundsiebzig bildet die Ermordung von Siegfried Bubak.
00:23:56: Er ist General-Bundesanwalt also sowas wie der oberste Staatsschützer.
00:24:01: Die RRF macht ihn verantwortlich für den Tod von Holger Meins und Ulrike Meinhoff.
00:24:05: Bubak ist das große Hassobjekt der RRf.
00:24:08: er ist es ,der die Anklageschrift gegen die Stammheimer Häftlinge unterschrieben hat.
00:24:12: Am Morgen des siebten April neunzehnhundertsiebenundsieben wird er auf der Fahrt zum Bundesgerichtshof in Karlsruhe ermordet.
00:24:19: Die Täter sitzen auf einem Motorrad und durch sieben das Auto an einer Ampel mit Kugeln.
00:24:23: Wer genau geschossen hat, ist bis heute unklar.
00:24:26: Gemeinsam mit Bubak sterben auch sein Fahrer Wolfgang Göbel und Georg Wurster, der Leiter der Fahrbereitschaft.
00:24:32: Das Attentat ist ein Racheakt – einen kaltblütiger Mord!
00:24:37: Aber bald danach macht sich die RAF daran ihre Gefangenen frei zu pressen….
00:24:41: Der Erste, der entführt werden soll ist Jürgen Ponto.
00:24:44: Er ist Vorstandssprecher der Dresdner Bank und wird am dreißigsten Juli die Hälfte von drei Terroristen besucht.
00:24:50: Als er sich gegen seine Entführung zu wehren versucht, wird er noch in seinem eigenen Haus erschossen.
00:24:56: Aber warum sind Menschen ab einem gewissen Punkt überhaupt bereit für terroristische Ziele anderer Menschen umzubringen?
00:25:03: Wie ist es möglich dass Menschen für ihre politischen Ziele zu solchen Mitteln greifen.
00:25:08: Erinnert euch, das war eine unserer Fragen die wir uns ganz zu Beginn gestellt haben.
00:25:12: Ja, Klaus Flieger hatte eine Erklärung.
00:25:15: Es gibt wohl eine Bewertung von ihrer Person, Gudrun Enzlen.
00:25:21: Dass wenn sie von einer Sache überzeugt ist mit dem Kopf durch die Wand gegangen ist Das halte ich was für typisches für Terroristen Die bei denen sich die Sicht der Dinge verengt.
00:25:33: Mir wird unrecht der Gesellschaft und Unrecht angetan Und deshalb darf ich zur Regenmaßnahme schreiten, die dann immer mehr und mehr eskaliert.
00:25:48: Es ist der Nachmittag des fünften September nineteenhunderts siebenundsiebzig, der heute als Beginn des deutschen Herbstes gilt.
00:25:56: Vier RAF-Thorsten stoppen mit einem Auto in Köln den Konvoi des Arbeitgeberpräsidenten Hans Martin Schleier – und Sie entführen ihn!
00:26:05: Sein Fahrer Heinz Marcic Und seine Personenschützer Reinhold Brentle, Helmut Ulmer und Roland Piler erschießen sie mit über einhundert Kugeln.
00:26:15: In Hans-Martin Schleyer sieht die RAF den Feind in einer Person – Ein Mann der für Sie alles verkörpert was sie eben bekämpfen!
00:26:23: Als Vertreter der deutschen Industrie ist er so etwas wie das Gesicht des Kapitalismus und zu alledem war als junger Mann auch SS-Offizier im Nationalsozialismus Die Forderung der RAF Die inhaftierten Mitglieder sollen freikommen.
00:26:38: Im Gegenzug würden sie Schleier frei lassen, doch dieses Mal bleibt die Bundesregierung hart.
00:26:45: Vom entführten Schleia gibt es Videoaufnahmen und Bilder, die sich auch ins kollektive Gedächtnis eingebrannt haben.
00:26:52: Auf manchen von ihnen sitzt er nur in einem Unterhänd begleitet da und bittet darum auf die Forderungen der Entführer einzugehen Und auf anderen Fotos blickt er mit großen ernsten Augen in Richtung Kamera, wahrscheinlich ahnte er schon dass er diese Entführung nicht überleben wird.
00:27:09: Diese ganze Inszenierung erinnert mich ehrlich gesagt an den sogenannten islamischen Staat von ein paar Jahren.
00:27:16: auch da wurden ja immer wieder gefangene ganz bewusst öffentlich präsentiert als perfides Propagandamittel genau wie damals bei der RAF und dieser Inszenierungen.
00:27:24: diese Machtdemonstration hatte nur einen Ziel das bestehende System in Zwanken bringen, maximalen Druck ausüben und maximale Aufmerksamkeit bekommen.
00:27:35: Genau!
00:27:35: Und diese Aufnahmen von Schleier wurden in ganz Deutschland ausgestrahlt.
00:27:39: Es war nicht nur eine Entführung es war ein Kampf um Bilder es ging um Deutungshoheit und politische Macht... ...und die Gesellschaft wurde zum Zuschauer eines brutalen Dramas das niemand so schnell vergessen sollte.
00:27:51: Und die RRF geht ja dann sogar noch weiter, sie beauftragt vier palästinensische Terroristen.
00:27:56: Die sollen im Oktober in der Lufthansa-Flugzeug Landshut mit sechsohnundachtzig Passagieren an Bord entführen.
00:28:03: Besonders diese Flugzeugempführung bringt die RAF auch in der linken Szene viel Kritik ein.
00:28:08: Die Passagiere sind ganz normale Menschen und schließlich auch im Sinne der RAF keine Gegner.
00:28:14: Auch den Flugkapitän Jürgen Schumann sieht die RA F eigentlich nicht als Feind – trotzdem erschießen die Entführer ihn!
00:28:21: Da stellt sich natürlich auch die Frage, was die Häftlinge in Stammheim – also die erste Generation der RAF – davon überhaupt weiß.
00:28:28: Ja vermutlich wissen sie eine ganze Menge!
00:28:31: Über die Anwälte schmuggeln die nämlich immer wieder Zettel mit Anweisungen nach draußen.
00:28:35: Außerdem hatten sie monatelang die Möglichkeit, sich mit ihrer neuen Chefin Brigitte Monhaupt auszutauschen.
00:28:40: Sie ist es, die Jürgen Ponto erschießt und sie ist das auch, die nach Bagdad reist und die Palästinenser beauftragt, die Landshut zu kapern.
00:28:47: Ohne Brigitte Mohnhaupt wäre das Jahr neunzehntonundsebben und siebt sich ganz anders abgelaufen.
00:28:52: Und verhaftet wird sie erst Jahre später!
00:28:55: In Stammheim wirkt sich besonders die Schleierentführung auf die Haftbedingungen aus, seit dem Tag nach der Entführung besteht in Stammhaim Kontaktsperre.
00:29:03: Sie dürfen keine Besuche mehr empfangen auch nicht von ihren Anwälten.
00:29:07: Sie bekommen keine Post mehr, die Fernseher werden ihnen weggenommen, sie dürfen nicht mal mehr untereinander sprechen.
00:29:13: Der deutsche Herbst, und endet in der Nacht zum achtzehnten Oktober.
00:29:19: Am Flughafen von Mogadishu in Somalia befreit die GSG-Neuen alle Geiseln aus dem Flugzeug und erschießt dabei drei von vier Terroristen.
00:29:27: Die erste Meldung darüber sendet das Nachtprogramm der ARD um zero Uhr vierzig im Radio.
00:29:33: Es gilt heute als sicher dass Jan Karl Raspe die Nachricht noch hört und an die anderen Gefangenen weitergibt bevor er.
00:29:40: Andreas Bader und Gudrun Enzlin tot sind.
00:29:43: Aber wie ist es zum Tod der Dreien gekommen?
00:29:47: Das hört ihr in der letzten Folge unseres Podcasts.
00:30:14: Moderation Lea Krug und Felix Frey.
00:30:17: Weitere Stimmen Mira Vespa und Selina Schwarzbach.
00:30:22: Titelgrafik Tina Foe Faktencheck Olivia Denner Konzept Lea Krog und Felix Frei Nach einer Idee von Rebecca Hanke und Felix Free.
00:30:34: Die Produktion wurde unterstützt von Hit Radio Antenne I dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg, dem Staatsarchiv Ludwigsburg und im Stadtpalier Stuttgart.
00:30:43: Noch mehr Sendungen findet ihr unter stuttgarter-zeitung.de.
00:30:46: slash Podcasts.
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